Natascha Wronski-Blunk verabschiedet sich als Wehrführerin

Natascha Wronski-Blunk hat im 21. August 2026 ihr Amt als Wehrführerin der Freiwilligen Feuerwehr Berne im Rahmen der regelhaften Neuwahlen zur Verfügung gestellt. 1994 ist sie in die Jugendfeuerwehr der FF Sasel eingetreten, weil es eine Jugendabteilung in der Freiwilligen Feuerwehr Berne zu dem Zeitpunkt noch nicht gab. 1999 wechselte sie in die Einsatzabteilung ihrer Heimatwehr Berne. Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr Berne wählten Natascha 2002 zu ihrer Jugendfeuerwehrwartin. Nachdem die Wahlperiode 6 Jahre später im Februar 2008 endete, trat sie im Mai 2008 abermals an, um die Aufgaben in der Jugendfeuerwehr zu übernehmen. Die Wehrangehörigen der Einsatzabteilung bestimmten sie im August 2008 zur Wehrführerin – damit ging Natascha als erste Frau in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg in das Amt einer Wehrführerin ein. Damals wie heute in der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg eine Besonderheit. Unweigerlich lenkte dies die Aufmerksamkeit der Medienschaffenden auf Natascha, die zunächst gern die journalistischen Fragen beantwortete und Pressetermine erfüllte. Doch war es dann auch mal genug, als der Schwerpunkt ihrer Arbeit als Wehrführerin in den Hintergrund zu rücken drohte.

In den Jahren 2014 und 2020 erfolgte jeweils die Wiederwahl in ihrer Führungsfunktion, so dass sie heute auf eine 18jährige Dienstzeit als Wehrführerin zurückblicken kann. Nataschas Wirken und Anliegen war es stets, den Zusammenhalt in der Wehr zu stärken, eine gut funktionierende Einsatzgemeinschaft zu bilden und den Wehrbetrieb zu organisieren. Daneben gab es für sie als Wehrführerin wesentliche Aufgaben im Bau- und im Fahrzeugwesen zu erfüllen und die Interessen der Wehr zu vertreten. Ferner stand die Errichtung der neuen Fahrzeugremise an. Hier waren in den Vorwegen und in der Bauzeit die vielen Gespräche mit der Bauverwaltung der Feuerwehr und Sprinkenhof prägend. Die Notwendigkeiten und Befindlichkeiten der vielfältigen Interessensträger galt es, im Sinne der Wehrinteressen zu bedienen und gerecht zu werden. Diese Aufgabe meisterte sie gemeinsam mit einem kleinen Team aus der Wehr. Im November 2016 konnte endlich die neue Fahrzeughalle ihrer Bestimmung übergeben werden. Danach standen Umbauarbeiten im bisherigen Feuerwehrhaus für die Sozialräume, dem Jugendraum und dem Schulungsbereich an. Insbesondere war der Erhalt des Schlauchturmes im Sinne des Denkmalschutzes eine besondere Aufgabe.

2018 kündigte sich das neue HLF 20 Scania für die Freiwillige Feuerwehr Berne an. Es löste das alte LF 16 von 1996 ab. Nach Einweisungen auf diesem Fahrzeug galt es für die Wehrführung unter ihrer Leitung, durch Ausbildungsgestaltung die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu schulen und zu festigen. Die Jahre 2020 und 2021 waren durch die Umsetzung von coronabedingten Schutzmaßnahmen von herausfordernder Bedeutung. Hier war der Dienstbetrieb für die Wehrführung gesondert zu organisieren. Aufgrund der Corona-Zeit konnten anstehende Jubiläumsfeierlichkeiten für das 100jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und das 25jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr in Berne nicht gefeiert werden.

Natascha erwarb 1998 die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr. Am 25. Februar 2024 erhielt sie die Feuerwehrauszeichnung der Stufe 2 für 25jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg. Insgesamt kann Natascha heute auf eine 32jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg zurückblicken, davon 24 in Führungsfunktionen der Freiwilligen Feuerwehr Berne. Die Unterstützung der Jugendfeuerwehr Berne und die Vernetzung im Stadtteil Berne durch Präsens bei Festen, Veranstaltungen und Schulprojekten lagen ihr immer sehr am Herzen.

Nun, nach Ende dieser ereignisreichen Jahre als Führungskraft in der Freiwilligen Feuerwehr, ist das Privatleben um Familie und Freundeskreis der nächste Schwerpunkt für Natascha. Sie bleibt in der Reserveabteilung der Wehr als Einsatzkraft erhalten. Danke für 32 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, wir werden gespannt verfolgen, wie Natascha auch weiterhin ehrenamtlich tätig sein wird.

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